KNA-Promedia-Stiftung
Eine Initiative für junge katholische Journalisten


Praxisorientiert und dennoch überhaupt nicht anstrengend

Über den Ostkurs des ifp habe ich bei der Budapester Wochenzeitung „Heti Válasz“ erfahren – ein Redakteur, der übrigens beim „Ungarischen Verband der katholischen Journalisten“ tätig ist, machte mich auf diese Möglichkeit aufmerksam.

In Ungarn habe ich auch einmal an einem Journalisten-Kurs teilgenommen – was wir dort aber monatelang und eher theoretisch gelernt haben, haben wir in München beim „Ostkurs“ des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) drei Wochen lang, praxisorientiert, ganz gut verpackt und dennoch überhaupt nicht anstrengend, sondern in einer guter Laune durchgemacht. Früher war ich in Ungarn immer bei Printmedien tätig, in München konnten wir aber ausprobieren, wie man vor dem Kamera sprechen und fragen soll – und das in deutscher Sprache, was natürlich und hoffentlich auch zur Verbesserung meiner Sprachkenntnisse positiv beigetragen hat.

Die Idee, mittel- und osteuropäische Journalisten drei Wochen lang in einem schönen Münchner Haus „zusammenzuschließen“, halte ich für gut, da sich die Menschen dieser Region so wenig kennen – dies hat sowohl in der Geschichte, als auch in der Gegenwart viele Missverständnisse, sogar Konflikte verursacht. Für mich persönlich war es daher von großer Bedeutung und eine wichtige Erfahrung, dass es in unserer Gruppe auch mehrere Teilnehmerinnen aus Siebenbürgen gab, Journalistinnen ungarischer und rumänischer Abstammung. – Es hat sich herausgestellt in unseren Gesprächen, wie einfach unsere historischen Querellen zu lösen wären, sollten sich die beiden Völker mehr Dialog trauen.

Nur eines hat mir in München nicht gefallen: die Schnelligkeit der Zeit… - dass drei Wochen Ostkurs beim ifp soll schnell vergehen.


Geschrieben von Péter Techet, Freier Journalist (Magyar Nemzet, Heti Válasz, Magyar Hirlap), Budapest (Ungarn) am 03.12.2008.


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